Die ablehnende Haltung zum Bäderkompromiss des Freibadvereins und der Initiatoren des Bürgerbegehrens „Freibad Hiesfeld“ stößt bei der CDU-Fraktion auf scharfe Kritik.

Heinz Wansing, Vorsitzender der Christdemokraten im Dinslakener Stadtrat, betont: „Es ist kaum zu glauben mit welcher Arroganz und Gier die Verantwortlichen rund um das Freibad Hiesfeld im Moment agieren. Hier werden nicht mehr die Interessen der Hiesfelder Bevölkerung vertreten, sondern nur noch eigene Interessen, um sich in der Öffentlichkeit zu profilieren. Jetzt wurde der Höhepunkt in dieser unsäglichen Geschichte erreicht. Erst rief der Freibadvereinsvorsitzender und SPD-Ratsmitglied Thomas Giezek vor einigen Wochen einen Stadtteilkrieg aus, als sich die schwimmsporttreibenden Vereine für ihre Interessen sachliche einsetzten, und jetzt wird eine Kompromisslösung einfach abgeschmettert, weil einige wenige Herrschaften den Hals nicht vollkriegen. Die Herren Claves und Giezek sollten sich nicht wundern, wenn am Ende des Tages der Bürger ihnen die rote Karte zeigt.“

Im Kreuzfeuer der Kritik steht auch weiterhin Bürgermeister Dr. Heidinger (SPD), so Wansing: „Heidinger hat es verpasst frühzeitig eine Kompromisslösung zu arrangieren. Er war einfach nur auf Stimmenfang in der SPD-Hochburg Hiesfeld und versprach erst seiner Parteifreundin Piechulla aus alter Verbundenheit ein Naturbad in Hiesfeld, bevor jegliche Fakten auf dem Tisch lagen. Mit Weitsicht und Nachhaltigkeit hat dies nichts zu tun. Als ‚Erster Bürger‘ der Stadt Dinslaken hätte er die Pflicht gehabt in allen Entscheidungen und Vorlagen der Verwaltung, die Interessen der gesamten Bürgerschaft einfließen zu lassen. Dies führte sofort dazu, dass eine sachliche Diskussion über das Thema in Dinslaken nicht mehr möglich war und die Emotionen rund um das Freibad Hiesfeld überhand über eine sachliche Auseinandersetzung gewinnen konnten. Damit hat Heidinger der gesamten Stadt einen Bärendienst erwiesen.“

Fabian Schneider, Pressesprecher der CDU-Fraktion, nimmt den von der Verwaltung vorgeschlagenen Kompromiss noch einmal ins Visier: „Eigentlich ist die Bezeichnung ‚Kompromissvorschlag‘ grundlegend falsch. Bei dem von der Verwaltung vorgetragenen Kompromissvorschlag müsste man richtigerweise von einer ‚großen und teuren Lösung´ sprechen. Die Umsetzung dieser ‚großen Lösung‘ würde die Stadtwerke und die Stadt selbst auf Jahrzehnte finanziell stark schädigen.“


Infobrief von Marie-Luise Fasse aus dem Landtag NRW

Ausgabe "Schwarz auf Weiss" von Sabine Weiss aus Berlin

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