Lohberg ein Stadtviertel mit viel Geschichte, Tradition und interessanter Architektur. Am vergangenen Sonntag machte sich die JU-Dinslaken auf, um die Gartenstadt zu erkunden. Begleitet wurden die jungen Christdemokraten von der Stadtplanerin und Stadtteilführerin Anja Sommer, die selbst in Lohberg lebt und so persönliche Erfahrungen mit einbringen konnte.

Der Rundgang begann im Ledigenheim, dem Ausgangspunkt jedes Arbeitstages für bis zu 500 Bergleute. Die Teilnehmer konnten sich so einen Eindruck über das Leben der Arbeiter verschaffen, über die Art und Weise, wie sie ihre Tage verbrachten und trotz der strengen Regeln zusammenlebten und auch zusammen feierten. Dabei blieb den jungen Erwachsenen auch die „Rote Geschichte“ des Ledigenheims nicht verborgen, unteranderem erklang beim Öffnen eines bestimmten Nachttisches die „Internationale“.

An den Besuch im DIZeum schloss sich ein Rundgang durch die Gartenstadt an. Dabei lieferte Anja Sommer interessante Informationen zur Trennung der Gartenstadt in den nördlichen Arbeiterbezirk und das im Süden liegende bürgerliche Viertel für die Beamten, „womit auch eine soziale Spaltung einherging“, so Sommer.

Anschließend führte Sommer die JU-Mitglieder auf das ehemalige, ca. 40ha große Zechengelände. Neben Industriedenkmälern sind dort auch Werke kunstschaffender Dinslakener zu bestaunen. Umgeben von alten Industrieanlagen erklärte Anja Sommer den Teilnehmern die früheren Arbeitsabläufe auf dem Gelände, wie die verschiedenen Berufsgruppen zusammenarbeiteten und welche Positionen sehr hohes Ansehen genossen. Auch das Innere einiger Gebäude blieb nicht verborgen. So führte Sommer die Jungpolitiker in die Zentralwerkstatt, anhand derer sie den damaligen Baustil anschaulich darlegte. Dabei merkte Sommer an: „Von außen Wirken die Gebäude zwar sehr massiv, doch war es prägend für diese Zeit die Gebäude um ein Stahlgerippe herumzubauen.“ An der Lohnhalle wurden die neuen Nutzungsweisen des Zechengeländes zum Thema. So sprachen die Teilnehmer des Rundgangs über den Umzug des Kindergartens Teerstraße oder das Streetfoodfestival.

Im Anschluss daran begaben sich die Teilnehmer in das südlich liegende ehemalige Beamtenviertel, wo Sommer den JU-Mitgliedern die unterschiedlichen Bauweisen der Häuser aufzeigte. „Es gibt hier viele Zitate an Eingangstüren und Fassaden, die aus verschieden Regionen Deutschlands und Europas stammen. Diese sollen an die Heimat der hergezogenen Bergarbeiter erinnern.“ so Sommer.

Zum Ende des Rundgangs führte Sommer die Gruppe zur katholischen St. Marien-Kirche und zeigte dort die baulich charakteristischen Merkmale auf, die auch auf dem Zechengelände zu finden sind.

Den Tag ließen die JU-Mitglieder mit einem gemütlichen Grillen an der St. Marien-Kirche ausklingen.

Fabian Schneider, Vorsitzender der Jungen Union: „Es ist wichtig, dass sich insbesondere junge Menschen mit dem Stadtteil Lohberg beschäftigen. Viele Klischees und Vorurteile können schon bei einem Rundgang durch Lohberg abgebaut werden, denn Lohberg ist definitiv kein heruntergekommenes, dreckiges und dunkles Stiefkind unserer Stadt, sondern ein grüner, gepflegter und baulich hochinteressanter Stadtteil Dinslakens. Natürlich darf das nicht die Sicht auf die Probleme Lohbergs vernebeln, aber der Stadtteil darf in der öffentlichen Diskussion nicht immer nur mit seinen Problemen dargestellt werden.


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