MITDie Fusion der MIT-Stadtverbände Dinslaken und Voerde ist vollzogen. Die Zusammenlegung wurde bei der gemeinsamen Mitgliederversammlung am Dienstagabend im Restaurant „Piazza Nuova“ beschlossen. Dabei wurde der Dinslakener Hans-Rudolf Jürging einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. „Ich bedanke mich für das Vertrauen“, sagte der 71-jährige Landwirt nach seiner Wahl. Zu seinen Stellvertretern wurden Kai-Uwe Heddenhausen (Dinslaken) und Bert Mölleken (Voerde) bestimmt.

(Foto: Heiko Kemken)

Das hat es schon gegeben

Die Zusammenlegung der beiden Stadtverbände sei nicht ungewöhnlich. „Das hat es in grauer Vorzeit schon gegeben“, erinnerte der Voerder-MIT-Vorsitzende Bert Mölleken an die 70er und 80er Jahre. „Da die Strukturen der Vereine heutzutage gestrafft werden, ist es sinnvoll, die Kräfte zu bündeln“, drückte er als „Juniorpartner“ seine Hoffnung auf eine „gute Zusammenarbeit“ aus. Es gehe um die Mittelstandsinteressen, „da ist es wichtig, dass wir als Verband zusammenkommen.“ Vor den Vorstandswahlen blickte Hans-Rudolf Jürging auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Die MIT habe dabei mit mehreren „größeren und vielbeachteten Veranstaltungen“ deutlich gemacht, „dass wirtschaftspolitische Aspekte in der politischen Diskussion in Dinslaken und Voerde Eingang finden müssen und wir so unsere Aufgabe als politische Vereinigung der CDU ernst nehmen.“

Jürging hob dabei besonders den „heißen Herbst“ 2015 hervor, „als die Flüchtlingsströme über unser Land hereinbrachen“, wo man über eine Infoveranstaltung mit allen in Dinslaken mit der Organisation betrauten Stellen geregelt hat, wie die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge geregelt werden kann. „Dabei konnten wir feststellen, dass die Caritas in Dinslaken die Problematik vergleichsweise gut gelöst und fest im Griff hatte“, so Jürging.

Die MIT habe über Gespräche mit der Arbeitsagentur und eigenem Engagement erreichen können, dass Praktikantenplätze für die Erstbeschäftigung angeboten werden konnten.

Als „erschwerend erwies sich die Tatsache, dass die rot-grüne Regierung in Düsseldorf keineswegs die dafür vorgesehenen Bundesmittel 1:1 an die Kommunen weitergeleitet hat“, kritisierte Jürging. Das sei auch „ein Grund dafür, dass der Flüchtlingszustrom bis heute in Deutschland nicht zufriedenstellend bewältigt wurde und zu dem Desaster bei der Bundestags- und Niedersachsenwahl maßgeblich beigetragen hat“, so Jürging.

Probleme der Bürger lösen

Der MIT-Bundesvorsitzende Carsten Linnemann, Gast der Mitgliederversammlung 2016 im Haus Elspass, sei „einer der wenigen, die zutreffend darauf hinweisen, dass es bei uns nicht um einen Rechtsruck geht, sondern darum, dass für die Bürger die offenkundigen Probleme gelöst werden“.

Jürging ging in seinem Bericht auf die schleppende Registrierung von Flüchtlingen und auf die seiner Ansicht nicht ausreichende Sicherung der EU-Außengrenzen ein. Er mahnte die Lösung der Euro-Probleme an, weil sich kaum ein Land an die Verschuldungsgrenze halte. Und er kritisierte die 2011 „völlig überstürzt“ von der Kanzlerin „verordnete“ Energiewende, die sowohl technisch als auch von den Kosten her nicht bewältigt sei.

Die bisherige Schatzmeisterin der MIT Dinslaken, Manuela Fellmeth, wird das Amt in dem fusionierten Verband weiter ausüben, ihr Stellvertreter ist der Voerder Horst Wolters. Zum Schriftführer wurde Felix Weber-Frerigmann gewählt. Als Beisitzer unterstützen Klaus-Theodor Henneken, Norbert Hettmer, Egbert Mehring, Dieter Reise und Axel Röder (Dinslaken) sowie Werner Heuking und Dr. Wolfgang Hüning (beide Voerde) den Vorstand.

Vor den Wahlen nutzten die gut dreißig Teilnehmer die Gelegenheit, sich von dem Inhaber des „Piazza Nuova“, Massimo Conedera, in die Eisproduktion und die Abläufe in seinem Betrieb einführen zu lassen.


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